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Der Hexenvorstand

Christa Berger, Ulla Feldhaus, Dorothee Daun, Sigrid Daun, Tina Julia Tiermann, Dagmar Bertram, es fehlt Silke Gerhard. Foto: Christian Beier

Verein Hexenkessel will auch im 25. Jahr die „Silberne Hexe“ verleihen und Frauen unterstützen.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Vor 25 Jahren wurde der Verein Hexenkessel als weibliche Antwort auf die sehr männerlastige Zöppkesmahlzeit gegründet. Im Jubiläumsjahr möchte sich der Hexenkessel jetzt neu aufstellen. Die jährliche Verleihung der „Silbernen Hexe“ an eine besonders verdiente Solingerin soll ebenso bestehen bleiben wie die Charity-Idee. „Wir möchten weiterhin ,Frauen im Aufbruch‘ unterstützen, Starthilfe beim Neubeginn einer persönlichen oder beruflichen Existenz geben“, so Gründungs- und Vorstandsmitglied Ulla Feldhaus.

Die Walpurgisnacht, an der die Hexen im Kunstmuseum in den Mai getanzt und für den guten Zweck Spenden gesammelt haben, wird in diesem Jahr allerdings nicht mehr stattfinden. „Im 25. Jahr wollten wir neue Wege gehen“, so Dorothee Daun, Vorstandsmitglied und ebenfalls von Anfang an dabei. Stattdessen soll in diesem Jahr am 20. Juni zum Sommerbeginn eine Sommerwanderung am Unterbacher See stattfinden. Gerade ist man im Vorstand dabei, den Wohltätigkeitsgedanken auch in diesem neuen Format umzusetzen.

Die Verleihung der Auszeichnung „Silberne Hexe“ soll zukünftig im Rahmen des Benefiz-Brunch am letzten Sonntag im Oktober stattfinden. „Auch den planen wir jetzt bereits im 22. Jahr in toller Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek“, so Ulla Feldhaus.

Das ist der Verein Hexenkessel

In den 25 Jahren seines Bestehens hat der Verein Hexenkessel, der aktuell 120 Mitglieder hat, das Wirken vieler Solingerinnen in den Fokus gerückt. Erste Preisträgerin der „Silbernen Hexe“ war 1997 die mittlerweile verstorbene Gründerin der Solinger Aidshilfe Hanna Kuckeland. Es folgten viele weitere „Solingerinnen des Jahres“: von Schulleiterin Almut Marczinski über Anne Wehkamp, Barbara Eufinger, Künstlerin Duda Voivo, Bürgermeisterin Ioanna Zacharaki, Ruth Karschewski-Klingenberg vom Kinderschutzbund oder Kerstin Haag von den Tagesmüttern bis zur amtierenden Daniela Tobias vom Max-Leven-Zentrum.

Auch das Who’s Who der Unterstützerinnen kann sich sehen lassen. Unter anderem spendeten Marietta Slomka, Veronika Ferres oder Lisa Fitz Persönliches für die Versteigerungen für den guten Zweck. „Marion Gräfin Dönhoff hat uns ein Armband zur Verfügung gestellt, Regine Hildebrandt das Kleid, das sie am Tag der Unterzeichnung des Vereinigungsvertrages trug“, erinnert sich Ulla Feldhaus.